Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen e.V. am 18.01.2026

18. Januar 2026

Die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen hatte ihre Hauptversammlung am 18.01.2026.

Hermann Hufnagel, 1. Vorsitzender des Feuerwehrvereins, blickte auf die zahlreichen Aktivitäten im letzten Jahr zurück. Der Ausflug zur Burg Ehrenberg mit der Highline 179 in schwindelnder Höhe, der jeden Tag frühzeitig ausverkaufte Stand auf dem Adventsmarkt oder Besuche vieler Oldtimertreffen mit der DL18 und dem alten LF16. Auch beim 3V-Treffen der Partnerstädte Venaria Reale und Vizille in Italien im Oktober durfte er die Feuerwehr vertreten. „Durch die Mithilfe bei einigen Veranstaltungen innerhalb der Stadt war die Feuerwehr in der Öffentlichkeit wieder sehr präsent.“, so Hufnagel.

Der Ausblick für 2026 ist vielversprechend: das Jugendskilager, eine Faschingsparty, das Funkenfeuer in Illerzell und unser Sommerfest mit Tag der offenen Tür. Auch die Oldtimerfahrzeuge werden wieder auf zahlreichen Treffen in der Region ausgestellt sein. „Unter den 353 Vereinsmitgliedern sind erfreuliche 53 Jugendliche und Kinder.“ führt Hufnagel abschließend aus und bedankt sich bei Bürgermeister Michael Neher und dem Stadtrat für die „immer gute Zusammenarbeit und Unterstützung“.

1. Kommandant Sven Görmiller berichtete über das Einsatzgeschehen: „Im Jahr 2025 rückte die Feuerwehr Vöhringen zu 144 Einsätzen verschiedenster Art aus.“. Technische Hilfeleistungen waren mit 81 Einsätzen vorrangig vertreten, Brandeinsätze gab es 35. Dabei wurden von den Feuerwehrdienstleistenden 1.640 Stunden ehrenamtlich geleistet. Die 57 aktiven Feuerwehrleute haben zudem „rund 2.510 Helfer- und Übungsstunden zum Wohle der Stadt Vöhringen und für ihre Bürger ehrenamtlich geleistet.“, so Görmiller. Die Personalstärke sei unverändert. Auch in diesem Jahr täte mehr Personal gut, hier freuen wir uns über die Unterstützung der Stadtverwaltung.

Es standen zahlreiche Lehrgänge auf dem Programm, z.B. Atemschutzgeräteträger, das Brandhaus und Truppführer. Den Verbandsführerlehrgang habe sein Stellvertreter Ralf Horber, nach 4 Jahren intensiver Gespräche mit dem Landratsamt, absolvieren können. Görmiller lobte auch die im Herbst erfolgreich absolvierte Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ und bedankte sich bei Nicole Kratschmann, die die Ausbildung eine Woche lang leitete.

Fabian Kolb blickte mit Stolz auf das vergangene Jahr in Illerzell zurück. Sein 1. Jahr als Zugführer war geprägt von den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des Löschzugs Illerzell. Die Festtage waren ein voller Erfolg. „3 der 4 neuen Aktiven wurden beim Jubiläumsfest angeworben“, ergänzte Kolb. Zum Jahreswechsel taten 27 Aktive ihren Dienst, die bei 22 Einsätzen 546 Stunden geleistet haben. Auch hier standen technische Hilfeleistungen im Vordergrund. 40 gut besuchte Übungen mit 2.043 Stunden prägten das ereignisreiche Jahr, in dem etliche Lehrgänge erfolgreich absolviert wurden.

Zum Fuhrpark berichtete Kolb, dass aktuell ein gemietetes HLF 20/16 Baujahr 2000 als erneute Übergangslösung zum Einsatz kommt, auch dank dem Einwirken von Bürgermeister Neher, nachdem das ursprünglich vorgesehene Mietfahrzeug immer noch nicht verfügbar sei.

Bei der Beschaffung des neuen LF10 steht nach der Fertigstellung des neuen Feuerwehrbedarfsplanes die Fahrzeugausschreibung in den Startlöchern. „Aufgrund der hohen Lieferzeiten werden wir aber vermutlich noch mindestens 3 weitere Jahre auf ein Mietfahrzeug angewiesen sein.“, so Kolb. Das Gerätehaus in Illerzell wurde ebenso im Bedarfsplan berücksichtigt. Bürgermeister Neher habe hier bereits einen Architekten mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, in der auch die Kosten für Umbaumaßnahmen einem Neubau gegenübergestellt werden sollen. Fabian Kolb meint: „Auch wenn es schade um den aktuellen Standort wäre, kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich lohnt ein weiteres Mal in ihn zu investieren. Der Platzbedarf ist einfach erheblich größer, als es dieser Standort meiner Meinung nach hergibt.“ Für das Gerätehaus sei zudem ein neues Notstromaggregat in der Hauptausschusssitzung beschlossen worden. Eine Leistungsprüfung, mehr neue Mitglieder, eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Vöhringer Wehr und großartige Veranstaltungen seien die Hauptziele für 2026.

Jugendwart Tim Arnold zog eine sehr positive Bilanz: 21 Jugendliche brachten sich ein bei Übungen, dem Vöhringer Spiele- und Familientag, dem Funkenfeuer in Illerzell und beim Zeltlager des Landkreises in Prad am Stilfserjoch in Südtirol. Die Sammelaktion für die Johanniter Weihnachtstrucker bildete den Abschluss des Jahres, bei der wieder unzählige Hilfspakete gesammelt wurden.

Kassiererin Else Bahle berichtete von einem Einnahmenüberschuss in Höhe von knapp 11.000 €. Andreas Wildt nahm die Abstimmung zur Entlastung der Vorstandschaft vor.

1. Bürgermeister Michael Neher ging in seinem Grußwort auf die Gründungswelle von Feuerwehren in Bayern ein, die um 1870 losging und bis Ende 1879 über 4100 Wehren hervorbrachte. „Grundaufgabe bleibt immer die gleiche: 24/7 für die Bürger da zu sein.“, so Neher. „Der Leistung der Feuerwehr kann man nicht genug danken. Ich bin froh, dass sich bei uns alle gut und sicher fühlen können.“ Der Bürgermeister ging auch auf die Kostenübernahme der speziellen Waschmaschine durch die Stadt ein, in der selbst Atemschutzausrüstung gereinigt werden kann.

Kreisbrandinspektor Matthias Thuro ergänzte abschließend: „Bayernweit sind unsere Feuerwehren von der Qualität ganz weit vorne dabei, da können wir stolz darauf sein.“